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Firmenfeier

Sommerfest im Betrieb: Musik draußen, Strom, Wetter und der Plan B

3 Min. Lesezeit

Ein Sommerfest sieht leichter aus als eine Weihnachtsfeier: draußen, am Nachmittag, alle entspannt. Organisatorisch ist es das Gegenteil. Draußen gibt es keine Steckdose am richtigen Fleck, kein Dach und keine Wände, die den Schall halten – und das Wetter entscheidet oft erst am Vortag, welche Feier es eigentlich wird.

Strom: die Frage, die zuerst geklärt wird

Musikanlage und Licht brauchen eine Steckdose in der Nähe des Aufbaus, die nicht am selben Stromkreis hängt wie Kaffeemaschine, Kühlwagen und Heizstrahler. Teilen sich zu viele Geräte eine Sicherung, fliegt sie irgendwann raus – und erfahrungsgemäß nicht beim Aufbau, sondern mitten im Fest.

Kabel quer über das Gelände gehen, aber nur, wenn die Laufwege abgedeckt oder abgeklebt sind. Auf einem Fest mit Kindern gilt das doppelt.

Frag vorher bei der Haustechnik nach, welche Steckdosen an welcher Sicherung hängen. Das dauert zwei Minuten und erspart die Suche nach dem Sicherungskasten, wenn es draußen dunkel wird.

Wetter: Die Technik braucht ein Dach

Lautsprecher, Mischpult und Laptop gehören unter ein Dach – bei Regen sowieso, aber auch bei praller Sonne, in der sich ein Pult schnell so aufheizt, dass Geräte streiken. Ein Pavillon mit einer Seitenwand zur Wetterseite reicht meistens.

Der eigentliche Plan B ist aber nicht das Zelt, sondern die Entscheidung: Wer legt bis wann fest, ob drinnen oder draußen gefeiert wird? Fällt sie erst am Morgen des Festes, ist es für den Aufbau an der richtigen Stelle zu spät.

Einen festen Zeitpunkt für die Wetterentscheidung vereinbaren – am besten am Vortag – und ihn allen Dienstleistern vorher sagen.

Lautstärke und Nachbarschaft

Draußen trägt Musik weiter, als man auf dem Gelände selbst merkt. Im Gewerbegebiet ist das selten ein Thema, auf einem Firmengelände am Rand eines Wohngebiets schon. In Nordrhein-Westfalen gilt ab 22 Uhr Nachtruhe, und ein Anruf aus der Nachbarschaft beendet ein Fest schneller als jeder Regenschauer.

Praktisch heißt das: Lautsprecher vom Wohngebiet weg ausrichten, lieber näher an die Gäste stellen als am Rand lauter drehen – und den Abend so planen, dass die Party vor 22 Uhr ihren Höhepunkt hat oder danach drinnen weitergeht.

Ein Fest für alle Altersgruppen

Anders als die Weihnachtsfeier ist das Sommerfest oft ein Familienfest. Das verändert den Nachmittag: Kinder rennen über die Fläche vor dem Pult, Eltern unterhalten sich am Rand, und um vier Uhr tanzt niemand.

Die Musik folgt deshalb dem Tag. Nachmittags läuft etwas Leichtes im Hintergrund, bei einer Aktion für die Kinder darf es auch ein Mitmachlied sein. Getanzt wird, wenn die Familien auf dem Heimweg sind und es kühler wird.

  • 15:00 – Beginn, Musik leise im Hintergrund
  • 16:00 – Begrüßung, kurze Ansprache
  • 16:30 – Programm für Kinder, der Grill öffnet
  • 19:00 – Familien gehen, Abendessen für alle, die bleiben
  • 20:00 – Die Musik wird lauter, die Tanzfläche öffnet
  • 22:00 – Ende draußen oder Umzug nach drinnen

Checkliste für das Gelände

  • Steckdose nahe am Aufbau, auf einem eigenen Stromkreis
  • Dach für die Technik – Pavillon, Zelt oder Vordach
  • Fester, ebener Untergrund für Lautsprecher und Pult
  • Zufahrt zum Ausladen bis nah an den Aufbau
  • Wetterentscheidung: Wer entscheidet, und bis wann?
  • Ausweichraum drinnen, falls das Wetter kippt
  • Uhrzeit, ab der es leiser werden muss

Die Zufahrt klingt nebensächlich. Wer Lautsprecher und Licht zweihundert Meter über eine Wiese trägt, braucht für den Aufbau doppelt so lange – und diese Zeit muss irgendwo im Zeitplan stehen.

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