Was kostet ein DJ? Woraus sich der Preis wirklich zusammensetzt
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Die ehrlichste Antwort auf diese Frage ist unbequem: Es kommt darauf an. Nicht als Ausflucht, sondern weil hinter „ein DJ“ zwei völlig verschiedene Leistungen stecken können – jemand, der fünf Stunden Musik abspielt, und jemand, der acht Stunden lang euren Abend zusammenhält, mit eigener Technik, Vorgespräch und einem Ersatzplan für den Fall, dass etwas ausfällt. Dieser Beitrag erklärt, woraus sich der Unterschied ergibt.
Die fünf Posten, aus denen jeder Preis besteht
Wer zwei Angebote nebeneinanderlegt, vergleicht fast nie dasselbe. Deshalb lohnt es sich, jedes Angebot in diese fünf Teile zu zerlegen – und beim günstigeren nachzufragen, welcher davon fehlt.
- Die Zeit am Pult – meist fünf bis acht Stunden, gerechnet ab dem ersten Gast, nicht ab dem ersten Song
- Die Zeit davor und danach – Anfahrt, Aufbau, Einmessen, Abbau. Realistisch drei bis vier Stunden, die niemand sieht
- Die Technik – Ton für die Raumgröße, Licht für die Tanzfläche, Funkmikrofone für Reden und Trauung
- Die Vorbereitung – Vorgespräch, Ablaufplan, Musikwünsche sichten, Absprachen mit der Location
- Die Absicherung – Ersatzgerät im Fahrzeug, ein zweiter DJ im Hintergrund, Haftpflicht
Der fünfte Posten ist der, den man beim Vergleichen übersieht und im Ernstfall am meisten braucht.
Warum das günstigste Angebot oft das teuerste ist
Ein Angebot wird selten dadurch günstiger, dass jemand netter rechnet. Es wird günstiger, weil etwas fehlt. Meistens ist es eines von drei Dingen: die Technik ist eine Nummer zu klein für den Raum, das Vorgespräch findet nicht statt, oder es gibt keinen Ersatz, wenn jemand krank wird.
Die ersten beiden merkt man am Abend selbst. Zu kleine Technik klingt nicht leise, sie klingt angestrengt – und ein Ablauf, den niemand vorher durchgesprochen hat, produziert genau die Pausen, an die man sich später erinnert. Den dritten Punkt merkt man in dem einen Prozent der Fälle, in dem er zählt, und dann vollständig.
Was den Preis nach oben und unten bewegt
- Gästezahl und Raumgröße – 60 Gäste im Restaurant brauchen ein anderes System als 150 in einer Halle
- Zwei Orte statt einem – freie Trauung im Garten und Party im Saal heißt zwei Aufbauten
- Die Uhrzeit – ein Abend, der bis vier Uhr läuft, ist kein Abend, der bis eins läuft
- Der Wochentag und die Jahreszeit – Samstage von Mai bis September sind die teuersten Termine des Jahres
- Zusätzliche Technik – Nebel, mehr Licht, ein zweiter Lautsprecher für den Außenbereich, Fotobox
Kosten, die erst auf der Rechnung auftauchen
Nach einem Festpreis zu fragen ist gut. Besser ist, nach dem zu fragen, was nicht drin ist. Diese Posten stehen erfahrungsgemäß am häufigsten nicht im ersten Angebot:
- Anfahrt ab einer bestimmten Entfernung – oft pro Kilometer, manchmal pauschal
- Überstunden nach einer festgelegten Uhrzeit, meist im Stundentakt
- Aufbau an einem zweiten Ort, etwa für die Trauung
- Anzahlung und was mit ihr passiert, wenn die Feier verschoben wird
Die letzte Zeile sorgt beim Vergleichen am häufigsten für Ärger – ein Termin, der sich verschiebt, ist kein Ausnahmefall. Fragt nach, was dann mit dem Geld passiert und ob der neue Termin zum alten Preis gilt. Bei uns stellt sich die Frage nicht: Wir nehmen keine Anzahlung, bezahlt wird nach der Veranstaltung.
Was wir dazu sagen
Wir arbeiten mit Festpreisen, in denen Anfahrt, Auf- und Abbau enthalten sind, und ohne Anzahlung – bezahlt wird nach der Veranstaltung. Was euer Abend kostet, hängt an Dauer, Technikpaket und Extras, und das steht als eine Zahl im Angebot, bevor ihr euch entscheidet.
Warum ohne Anzahlung: Wer eine Hochzeit, einen Geburtstag oder eine andere Feier absagt, hat dafür fast immer einen sehr triftigen Grund. In so einem Moment wollen wir nicht das nächste Problem sein, um das sich jemand kümmern muss.
Warum hier keine Preisliste steht: Ein Preis ohne die dazugehörige Gästezahl, Raumgröße und Uhrzeit ist eine Zahl, die entweder zu hoch oder zu niedrig ist. Eine Anfrage mit Datum und Ort ist in zwei Minuten geschrieben und kostet nichts.