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Hochzeit

Winterhochzeit: Sieben Gründe, zwischen November und März zu heiraten

3 Min. Lesezeit

Wer „Hochzeit“ sagt, denkt an einen Samstag im Juni. Genau deshalb sind diese Samstage oft schon ein Jahr vorher vergeben – bei Locations, Fotografen und DJs gleichermaßen. Die Monate von November bis März laufen dagegen unter dem Radar, und das zu Unrecht. Hier steht, was eine Winterhochzeit besser kann als eine im Sommer, und worauf es bei der Terminwahl ankommt.

1. Ihr sucht euch den Termin aus, nicht umgekehrt

Im Sommer richtet sich die Hochzeit nach dem Kalender der Location: Ihr fragt nach dem Wunschdatum und bekommt die Liste der Samstage, die noch frei sind. Im Winter ist es meistens andersherum. Das Datum mit Bedeutung – der Tag, an dem ihr euch kennengelernt habt, der Geburtstag der Oma – ist deutlich öfter zu haben.

Dasselbe gilt für alle anderen, die ihr bucht. Wer im Sommer den Fotografen nimmt, der noch Zeit hat, kann im Winter den nehmen, dessen Bilder ihm am besten gefallen.

2. Eure Gäste haben Zeit

Zwischen Juni und August konkurriert jede Hochzeit mit Sommerurlauben, anderen Hochzeiten im Freundeskreis, Abschlussfeiern und Stadtfesten. Wer drei Einladungen für denselben Juli hat, sagt mindestens eine ab.

Im Januar oder Februar ist der Kalender leer. Die Zusagen kommen schneller, und es fehlen weniger von denen, die ihr unbedingt dabeihaben wollt.

3. Kein Plan B fürs Wetter

Eine Sommerhochzeit hängt bis zum Vortag an der Wettervorhersage: Trauung im Garten oder doch drinnen, Sektempfang auf der Wiese oder unterm Vordach. Im Winter ist die Frage von Anfang an geklärt. Alles findet drinnen statt, und genau so wird geplant – mit einem Ablauf, der am Tag selbst nicht mehr umgeworfen wird.

Schnee ist dann kein Risiko, sondern ein Geschenk. Zehn Minuten draußen für die Fotos reichen, und die Bilder hat sonst niemand.

4. Die Stimmung kommt früher

Ende Dezember geht die Sonne in Ostwestfalen schon gegen vier Uhr unter. Was im Sommer erst um halb zehn passiert – der Raum wird dunkel, Kerzen und Licht übernehmen – ist im Winter schon beim Essen da.

Für die Party heißt das: Niemand steht noch im Hellen auf der Terrasse, wenn der Eröffnungstanz beginnt. Die Gäste sind alle im Raum, und die Tanzfläche füllt sich, sobald die Musik lauter wird.

5. Die Location zeigt sich von ihrer gemütlichsten Seite

Eine Festscheune mit Lichterketten, ein Gutshof mit Kaminfeuer, ein Saal, in dem draußen die Dunkelheit gegen die Fenster drückt: Viele Locations wirken im Winter wärmer als an jedem Sommerabend. Dekoration braucht es dafür weniger, nicht mehr – Kerzen, Tannengrün und warmes Licht tragen den Raum fast von allein.

6. Das Budget reicht oft weiter

Viele Dienstleister haben außerhalb der Hauptsaison mehr Spielraum, und manche Locations rechnen im Winter anders als im Sommer. Es lohnt sich, beim Anfragen ausdrücklich nach Terminen außerhalb der Saison zu fragen und die Angebote nebeneinanderzulegen.

Was dabei frei wird, lässt sich dort ausgeben, wo man es am Abend sieht: beim Essen, beim Licht oder bei einer Stunde mehr auf der Tanzfläche.

7. Essen und Trinken passen zur Jahreszeit

Ein Wintermenü mit Schmorgericht, Wild oder Kürbis ist genau das, worauf Gäste nach dem Weg durch die Kälte Lust haben. Dazu Glühwein oder heißer Apfelpunsch beim Empfang, später eine Suppe als Mitternachtssnack – das bleibt in Erinnerung, weil es zum Tag gehört.

Welcher Wintermonat am besten passt

Winter ist nicht gleich Winter. Die Monate unterscheiden sich darin, wie leicht ihr an euren Termin kommt und was sonst im Kalender eurer Gäste steht.

  • November – noch mild, der Saal ist oft frei, und das Licht am Nachmittag ist für Fotos ideal
  • Die Samstage im Advent – festlich, aber die gefragtesten Termine des Winters: Weihnachtsfeiern belegen Säle, Caterer und DJs. Hier früh anfragen
  • Zwischen den Jahren – viele Gäste haben frei, reisen aber zur Familie. Früh Bescheid geben
  • Januar und Februar – die ruhigsten Monate, die meisten freien Samstage, und mit etwas Glück liegt Schnee
  • März – die Tage werden länger, und ihr heiratet noch vor dem Ansturm der Saison

Wer im Advent heiratet, sollte klären, ob Weihnachtslieder gewünscht sind oder bewusst draußen bleiben. Beides ist richtig – aber es gehört ins Vorgespräch mit dem DJ, nicht in den Moment, in dem „Last Christmas“ läuft.

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